Historie:
Hafen im
Wandel

  • Historische Karte von Steinwerder im Hamburger Hafen 1904
  • Die Karte zeigt den Hafen in Steinwerder im Jahr 1914.
  • Historische Luftaufnahme von Steinwerder Süd um 1930.
  • Historische Karte von Steinwerder im Hamburger Hafen 1936
  • Das Bild zeigt den Hafenumschlag im Hafen in Steinwerder um 1951. Zu sehen sind VW-Käfer, die verladen werden.
  • Historische Karte von Steinwerder im Hamburger Hafen 1978
  • Zu sehen ist ein Frachtschiff im Jahr 2009 vor dem Projektgebiet Steinwerder Süd.

Dampf- und Elektrokräne beschleunigen den Umschlag enorm

Zunächst als Flussschiffhäfen angelegt, wurden die Häfen rasch für Seeschiffe ausgebaut: zur Elbe hin offen mit langen Kaianlagen und Schuppen sowie mit Bahn- und Straßenanschluss. Dampfschiffe verdrängten damals die Frachtsegler und konnte nun mit Dampf- und Elektrokränen verladen werden, was den Umschlag enorm beschleunigte.

Die Häfen werden kontinuierlich wechselnden Anforderungen angepasst

Der Hamburger Hafen insgesamt und auch der mittlere Hafen, seine Kaianlagen und die Infrastruktur, werden immer wieder den neuen Anforderungen des Warenumschlags angepasst, Wasserflächen vergrößert oder verkleinert. So wurde bis 1936 das Roßterminal nach Osten verbreitert, 1978 erfolgte die Verbreiterung des Hansaterminals nach Osten – und bis 1997 schließlich die Verfüllung von Ellerholzkanal und Rodewischhafen.

Seit den 1970ern hatte die BUSS Gruppe zunächst den Roßkai, später auch das Hansaterminal betrieben. Mit dem Ende des Mietvertrags und der Schließung des Hansaterminals endete 2016 der Warenumschlag im Oderhafen.

Letzte historische Relikte sind ein Werkstattgebäude aus den 1920er Jahren, das von der noch auf dem Roßterminal ansässigen Firma European Metal Recycling GmbH (EMR) genutzt wird, sowie drei Stahlbrücken aus der ursprünglichen Hafenanlage (erbaut 1913, 1922 und 1925), die über den bereits zugeschütteten Ellerholzkanal verlaufen. Eine der Brücken wird voraussichtlich künftig in der HafenCity als Fußgängerbrücke genutzt werden.

Die Geschichte: Steinwerders Seeschiffhäfen im Wandel

Auf der ehemaligen Elbinsel Steinwerder entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts während der zweiten großen Hafenerweiterung zahlreiche große Hafenbecken. Der künftige Standort Steinwerder Süd knüpft somit an eine gut 100-jährige Tradition des Umbaus und der Weiterentwicklung in diesem Bereich an.

Südlich des bereits 1901 angelegten Ellerholzhafens wird ab 1904 der Oderhafen ausgebaggert. 1907 kommt durch weitere Ausbaggerungen der Roßhafen mit dem Roßterminal hinzu; zugleich wird der Oderhafen nach Osten erweitert. Im nächsten Schritt hebt die Stadt 1914 den Ellerholzkanal, den Rodewischhafen und den heutigen Travehafen aus, wodurch der westlich Teil des heutigen Hansaterminals entsteht.